#27 MEDITATION für mehr Selbstliebe und Akzeptanz deines Körpers

Heute gibt es die versprochene Specialfolge mit einer angeleiteten Meditation für mehr Selbstliebe und Akzeptanz.

Ich nutze diese Meditation selber immer dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht richtig in Kontakt mit mir selber bin oder auch, wenn ich mich in meinem Körper einfach nicht wohlfühle.

Weil mir meditieren so sehr dabei hilft, mich wieder mit mir zu verbinden. Und liebevoller mit meinem Körper umzugehen.

Und das möchte ich einfach mit dir teilen. Weil diese Meditation dir dabei hilft eine neue Verbundenheit zu dir herzustellen. Und du kannst diese Meditation immer wieder machen, wenn du das Gefühl hast, dass die Beziehung zu deinem Körper nicht gut ist und du vielleicht sogar negative Gefühle gegen dich oder deinen Körper hast.

Und es ist völlig egal, ob du regelmäßig meditierst oder ob das jetzt deine erste Meditation ist. Sollten während der Meditation Zweifel aufkommen, ob du es richtig machst: So wie du es machst, ist es genau richtig.

Am besten suchst du dir für die nächsten 10 Minuten einen Ort, an dem du ungestört bist. Vielleicht in deinem Zimmer. Oder draußen auf einer Bank, in der Natur. Such dir einfach den Ort aus, der für dich passt. An dem du dich gut fühlst.

Finde für deine Meditation einen bequemen, aufrechten Sitz. Wenn du im Schneidersitz sitzen möchtest, kannst du zusätzlich ein Kissen oder eine gefaltete Decke unter dein Gesäß legen, damit sich dein Körper besser aufrichten kann. Vielleicht möchtest du aber auch auf einem Stuhl sitzen, oder deinen Rücken an eine Wand anlehnen.

Finde einfach eine Position, die sich für dich gut anfühlt. Deine Hände kannst du ganz entspannt mit den Handflächen nach unten auf deinen Oberschenkeln oder Knien ablegen.

Bevor wir mit der Meditation beginnen, atmen wir einmal bewusst durch die Nase ein und durch den geöffneten Mund wieder aus. Noch einmal: Tief durch die Nase ein. Uuuuuuund durch den geöffneten Mund wieder aus.

 

Und jetzt zieh mit der nächsten Einatmung deine Schultern hoch zu den Ohren und lass sie mit der nächsten Ausatmung ganz entspannt nach unten sinken. Genau so. Lass alle Anspannungen los.

Und dann schließe sanft deine Augen und lasse deinen Atem ohne große Anstrengung durch die Nase ein- und wieder ausströmen. Ganz entspannt. Ohne etwas an deiner Körperhaltung zu verändern. Einfach ein- und wieder ausatmen.

Nimm dir Zeit, um hier anzukommen. In deiner inneren Welt. Um dich hier zu begrüßen. Und versuche einfach mal wahrzunehmen, wie sich dein Körper gerade anfühlt. So wie du jetzt hier sitzt.

 

Welche Stellen deines Körpers sind mit der Erde unter dir verbunden? Vielleicht kannst du spüren, wie deine Füße den Boden berühren. Sind sie warm oder eher kühl? Bringe für einen Moment deine Aufmerksamkeit zu deinem Becken und nimm’ wahr, wie dein Gesäß von der Sitzunterlage getragen wird. Wie du ganz sicher und fest hier sitzt. Wie dein Körper dich im Gleichgewicht hält. Wie fühlt sich der Rest deines Körpers an? Ist er eher steif? Oder locker?

Du kannst deine Wirbelsäule aufrichten, in dem du dir vorstellst, dass dich ein Faden sanft an deinem Hinterkopf, nach oben, Richtung Decke zieht.

Spüre, wie deine Handflächen auf deinen Beinen liegen. Wie du im Kontakt mit dir selber bist. Nimm mal den Kontakt deiner einzelnen Finger auf deinen Oberschenkeln wahr. Deine Zeigefinger. Deine kleinen Finger. Vielleicht spürst du aber auch nichts. Es ist okay. Du musst nichts verändern. Einfach nur wahrnehmen. Alles darf sein, so wie es jetzt gerade ist.

Es ist ganz normal, wenn plötzlich Gedanken auftauchen. Bist du innerlich vielleicht noch aufgewühlt von den Erlebnissen des Tages? Oder machst du dir Gedanken über das, was heute noch bevorsteht? Was du vielleicht noch erledigen musst?

Versuche zu beobachten, was passiert, wenn du einfach nur hier sitzt. Welche Gedanken kommen. Was dich beschäftigt. Du kannst diese Gedanken jetzt loslassen. Wenn ein Gedanke auftaucht, dann nimm ihn wahr und lasse ihn mit der nächsten Ausatmung ziehen. Stelle dir einfach vor, dass du den Gedanken mit deiner Ausatmung wie eine Wolke davon schickst.

Und immer, wenn in der Meditation Gedanken auftauchen, kannst du sie kurz wahrnehmen. Wahrnehmen, dass sie da sind und dann mit der nächsten Ausatmung loslassen. Sie mit deinem Atem weiterschieben.

Spüre, wie sich dein Körper mit jeder Einatmung hebt, und sich mit jeder Ausatmung wieder senkt. Wie sich dein Brustkorb und deine Bauchdecke weiten und anschließend wieder entspannt zurücksinken. Nimm wahr, wie dein Körper atmet. Ohne, dass du etwas dafür tun musst. Wie dein Körper für DICH atmet. Ein – und wieder aus.

Kannst du die Atmung auch an anderen Stellen deines Körpers wahrnehmen? Vielleicht im Bereich deiner Schultern, die sich heben und senken, oder im unteren Rücken, der sich mit jeder Ein- und Ausatmung erst anspannt und dann wieder entspannt?

Vielleicht spürst du auch einen sanften Luftstrom an deinen Nasenflügeln. Kühl, wenn die Luft in deinen Körper einströmt und wärmer, wenn sie wieder ausströmt.

Und immer wenn Gedanken auftauchen, dann nimm sie kurz wahr und lass sie mit der nächsten Ausatmung wie Wolken vorüberziehen.

Bringe jetzt die Aufmerksamkeit zu deinem Herz. Vielleicht kannst du spüren, wie es schlägt. Vielleicht aber auch nicht. Beides ist völlig okay. Stell dir vor, wie dieses Herz in dir schlägt. Und nimm dir einen Moment Zeit um anzuerkennen, dass es nur für dich schlägt. Dieses Herz, was in dir schlägt, ist schon dein ganzes Leben lang bei dir. Für dich.

Mit jedem Schlag schickt es Blut durch deinen Körper. In deine Beine, deine Füße, deine Arme, deine Finger, dein Gehirn. Ohne Pause.

Und jetzt lege deine linke Hand sanft auf deinen Brustkorb und die rechte Hand auf deinen Bauch unterhalb deines Bauchnabels. Nimm den Kontakt zu dir selber wahr. Wie deine Hände auf deinem Körper liegen. Spüre die Wärme, die von deinen Händen ausgeht. Wie sie in deinen Brustkorb und deinen Bauch strömt. Kannst du fühlen, wie du deinen Körper hältst? Wie er sich mit jeder Ein- und Ausatmung hebt und senkt. Und du ihn hältst. Wie du dir selber Halt gibst.

Egal, welche Krisen du gerade durchlebst, ob du Angst hast, oder dich alleine fühlst, dein Herz schlägt für dich. Dein ganzer Körper arbeitet für dich. Jetzt in diesem Moment. Dein Körper, so wie er da jetzt gerade sitzt, tut alles um dich am Leben zu erhalten. Damit es dir gut geht. Damit du gesund bist. Damit du am Leben bist.

Unabhängig davon, wie du ihn behandelst. Unabhängig davon, ob du ihn vielleicht nicht schön oder zu dick findest.

Dein Körper arbeitet nicht gegen dich. Er arbeitet für dich. Mit jedem Atemzug. Mit jedem Herzschlag. Mit jeder Bewegung. Dein Körper ist nicht dein Feind. Dein Körper tut nichts, um dir zu schaden. Alles, was dein Körper dir signalisiert oder zeigt, ist seine Art alles für dich zu geben. Und es ist der einzige Körper, den du hast.

Versuch, jetzt in diesem Moment deinem Körper mit Verständnis zu begegnen. Mit Mitgefühl. Vielleicht sogar mit Liebe. Es ist okay, wenn du Hunger hast. Es ist okay, wenn du Gewicht zunimmst. Dein Gewicht, sagt nichts über dich aus. Dein Körper nimmt nicht zu, um dir ein schlechtes Gefühl zu geben. Sondern einfach, weil er für dich überleben will. Es ist seine Art für dich zu kämpfen. Dafür zu sorgen, dass du überlebst.

Du kannst deinem Körper vertrauen. Du bist auf dem richtigen Weg.

Und mit der nächsten Ausatmung schicke Danke in deine innere Welt. Danke. Vielleicht ist es ganz klein, vielleicht ganz groß. Mache es so, dass es sich für dich richtig anfühlt. Und nimm dir abschließend noch einmal einen Moment Zeit, um hier nachzuspüren, dein Herz zu spüren, die Hände auf deinem Brustkorb und Bauch wahrzunehmen, den Kontakt zum Boden zu fühlen.

Um die Meditation abzuschließen, bringe die Handflächen vor deinem Herzen zusammen, sodass deine Daumen, dein Brustbein berühren. Namasté.

Atme einmal bewusst tief ein und aus und dann öffne langsam deine Augen und komm zurück ins Hier und Jetzt. Guck dich erst einmal um, vielleicht möchtest du anfangen deine Handgelenke zu kreisen, dich zu strecken. Oder sogar gähnen.

Ich danke dir von Herzen, dass du bei dieser Meditation dabei warst und hoffe, dass du dich jetzt mehr mit dir verbunden fühlst. Dass dir diese 10 Minuten geholfen haben, wieder stärker mit deinem Körper in Kontakt zu kommen und ihm mit Verständnis und Liebe zu begegnen.

Die Meditation steht dir  im Podcast immer zur Verfügung – du kannst sie so oft machen wie du möchtest, entweder regelmäßig oder einfach dann, wenn du das Gefühl hast, sie zu brauchen.

Ich freue mich schon sehr, wenn du bei der nächsten Podcastfolge wieder dabei bist und sage dir bis dahin: Du bist auf dem richtigen Weg.

Alles Liebe,
deine Oona

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