#28 Wie du es schaffst auf deine eigenen Bedürfnisse zu hören und intuitive Entscheidungen zu treffen

Heute möchte ich gerne mit dir darüber sprechen, wie du herausfinden kannst, was du wirklich willst und was dir wirklich wichtig ist.

Es geht um Bedürfnisse, darum auf deine innere Stimme zu hören. Darum, dass du dir selber wichtig genug bist, um nach dem zu handeln, was deine Intuition dir sagt und deswegen freue ich mich umso mehr, dass du da bist und dass du dir diese Zeit nimmst, weil ich glaube, dass, wenn wir es schaffen, alle mehr auf unsere innere Stimme zu hören, dann kommen wir viel, viel näher zu uns und sind auch allgemein viel glücklicher.


Ein ganz großes Thema bei mir war die Frage: "Was will ich eigentlich?" oder: "Was ist mein innerste Herzenswunsch? Was ist das, was mir wirklich wichtig ist?"

 

Vielleicht erkennst du dich in mir, in meinen Gedanken und meinen Gefühlen wieder und siehst für dich selber, wie wichtig es ist, dass du dich mit deinen Bedürfnissen und deinen Wünschen auseinandersetzt und wirklich das machst, was dein Herz dir sagt.

Wenn wir nicht das machen, was unser Herz uns sagt, dann sind wir langfristig unglücklich. Was will ich überhaupt? Was will ich vom Leben? Wie möchte ich leben? Wer möchte ich sein?  Das sind alles Fragen, die wir uns vielleicht gar nicht so bewusst stellen, aber mit denen wir unterbewusst täglich konfrontiert sind.

Sei es, dass es bestimmte Schönheitsideale gibt und wir das Gefühl haben, wir müssen in einer bestimmten Art und Weise aussehen oder sei es, dass wir denken, dass wir eine bestimmte Ausbildung machen müssen, dass wir studieren müssen oder dass wir einen bestimmten Job haben müssen.


Sei es, dass wir denken eine Partnerschaft haben zu müssen, weil wir das Gefühl haben, wenn wir keine haben, fehlt uns etwas. Dass wir dieses Ideal nicht erfüllen können, was vielleicht andere von mir haben. Diese Ideale, die ich habe oder das, was ich mir vorstelle, was ich machen möchte im Leben - ist es wirklich das, was ich möchte?

Es ist oft so, dass Eltern, Freunde, Familie, Wünsche oder Vorstellungen auf dich projizieren, die aber gar nicht deine Eigenen sind. Auch wenn ich ein Mensch bin, der nach außen vielleicht extrovertiert wirkt, lade ich meine Energien auf, wenn ich alleine bin, wenn ich in der Natur bin, wenn ich mit Tieren bin, wenn ich Yoga mache und wenn ich meditiere.


Immer, wenn ich mich mit Anderen verglichen habe, die feiern gegangen sind oder die viel unterwegs waren, dann habe ich immer das Gefühl gekriegt, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich mag nicht so gerne auf Konzerte gehen. Ich gehe mittlerweile nicht mehr wirklich oft feiern. Natürlich gab es eine Phase, in der bin ich super gerne feiern gegangen. Das war mit sechzehn, da bin ich jedes Wochenende weggegangen und fand das total klasse.

Ich habe es sehr genossen, da Zeit zu verbringen, neue Leute kennenzulernen. Und das ist bestimmt auch noch ein Anteil von mir. Aber es ist nicht das, was ich im Moment brauche.


Das Problem ist, dass Menschen in deinem Umfeld und besonders deine Eltern oder auch meine Eltern natürlich nur das Beste für mich wollen und gesehen haben, wie ich mich immer mehr zurückziehe. Dabei habe ich einfach nur den Blick nach innen gerichtet und in mir geguckt, was eigentlich los ist und nicht versucht mich mit dem ganzen Kram im Außen abzulenken.


Das hat dazu geführt, dass meine Mutter insbesondere immer wieder versucht hat, mir zu sagen, was richtig für mich war: "Du musst raus gehen, und du musst Leute kennenlernen, geh’ doch mal feiern!"


Das hat mich so gestresst, weil ich quasi gefangen war zwischen dieser "Joy of Missing out" (dass ich es eigentlich total klasse fand, mich am Wochenende aufs Sofa zu hängen und einfach zu chillen oder Yoga zu machen, zum Meditieren in die Natur zu gehen) und auf der anderen Seite diese "Fear of missing out". Denn ich dachte: "Irgendwas stimmt ja mit mir nicht, alle anderen finden mögen das doch – warum ich nicht?  Eigentlich müsste ich das doch wollen, oder?"

 

Ich habe angefangen, das quasi zu erzwingen diese Sachen zu machen, obwohl das eigentlich nicht das war, was ich wirklich wollte.
Das ist ein richtig beschissenes Gefühl, weil du anfängst zu denken, dass du das willst. Und es sich trotzdem irgendwie falsch anfühlt. Das führt dazu, dass du immer mehr den Kontakt zu dir selber verlierst und irgendwann an einem Punkt bist, wo du gar nicht mehr weißt, was du willst.


Ein Punkt, an dem du gar nicht mehr weißt: "Ist das überhaupt richtig, dass ich das will? Was von diesen ganzen Sachen, die ich mache oder die ich denke gehört eigentlich zu mir? Was ist das, was für mich wichtig ist?"

Ich hatte neulich genauso eine Situation und deswegen sitze ich jetzt auch hier und bin auf dem Land, weil ich so ein Bedürfnis habe in der Natur zu sein. Ich habe richtig, das Gefühl, dass mein Körper sich danach quasi verzehrt in der Natur zu sein und ich bin aktuell in einer Wohnung, wo ich komplett im Mittelpunkt von Hamburg im pulsierenden Leben bin, und ich merke, ich kann es nicht.

Das Wichtigste, was ich für mich gelernt habe: Du bist nicht falsch, weil du bestimmte Sachen nicht möchtest. Du bist nicht falsch, weil dir irgendetwas nicht gefällt, was anderen vielleicht gefällt.


Und es ist so wichtig für dich und für deine Entwicklung und auch um die Essstörung loszulassen, dass du anfängst, dich mit deinen Bedürfnissen zu verbinden und das zu anfängst, diese Bedürfnisse, an oberste Stelle zu packen.

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Wenn es dir nicht gut geht, egal ob du ein Kind hast, egal ob du einen Freund hast, dann kannst du für die anderen auch nicht da sein.
Und die Tatsache, dass ich so emotional werde, wenn ich darüber spreche, in der Natur zu sein, zeigt einfach, was für ein wichtiges Herzensbedürfnis es für mich ist.
In der Natur zu sein bedeutet für mich, mich mit mir und mit allen Anteilen in mir zu verbinden und völlig im Einklang mit mir selber zu sein.

Neulich habe ich über das Leben an sich nachgedacht und darüber wie irre es ist, dass wir das Gefühl haben, wir müssen bestimmte Dinge erreichen oder wir können bestimmte Dinge nicht machen.
Wir sind so abgelenkt von uns selber. Wir sind so im Außen, wir sind so dabei, was andere von uns denken könnten oder dass wir uns mit anderen vergleichen müssen.


Es ist eine quasi eine Vergleichsspirale, sowohl äußerlich als auch was das ganze Können angeht, die einfach niemals aufhört. Und das Problem ist, dass wir uns fühlen als hätten wir keine Entscheidungskraft. Aber die Realität ist, dass du alles selbst entscheiden kannst. Du kannst heute deinen Job kündigen und sagen: Ich gehe jetzt in die Mongolei und ich lebe da und ich brauch eigentlich nichts. Und dann kommt oft dieses kleine "Ja, ABER..." Nein.

 

Du kannst alles machen, was du dir vorstellst. Du bist nicht an deinen Job gebunden, du bist nicht an eine Beziehung gebunden, du bist nicht an deiner Familie gebunden. Du bist nicht an ein Wohnort gebunden. Wir haben das Gefühl, wenn wir uns für etwas entscheiden, dann muss das immer so sein. Aber das ist nicht so. Und es gibt 100.000 Möglichkeiten im Leben.


Das Spannende ist, dass wir sie alle ausprobieren können. Und für mich zum Beispiel ist es jetzt gerade super wichtig, diese Erfahrung zu machen, in der Stadt zu wohnen. Weil ich jetzt für mich festgestellt habe, dass es andere Wohnorte gibt, die besser zu mir passen.

Bedürfnisse können sich auch ändern. Vielleicht gibt etwas, was du früher total gerne mochtest und jetzt gar nicht. Oder etwas, das du früher gar nicht mochtest und plötzlich total gerne magst. Du musst dich nicht festlegen auf das, was du magst, oder das, was du nicht magst.
Deine Bedürfnisse können sich ändern. Aber es ist wichtig, dass du ihnen diesen Raum gibst. Wenn du deinen Bedürfnissen nicht den Raum gibst, die sie brauchen, dann wirst du krank.


Und vielleicht ist das ein Grund, warum du diese Essstörung nicht loslassen kannst, weil du nicht in Kontakt bist mit dem, was du wirklich möchtest. Und mit dem, was du wirklich brauchst.


Ich habe neulich auf Instagram über Bedürfnisse gesprochen und darüber gesprochen wie du selbst herausfinden kannst, was eigentlich wichtig und richtig für dich ist. Die Frage, die ich mir mittlerweile immer stelle, ist: "Was will ich?" Es geht darum, dass du dein Herz sprechen lässt. Es geht darum, dass du dein Bauchgefühl sprechen lässt und nicht den Kopf. Weil der Kopf entscheidet sich für das rational Beste oder Sinnvollste.


Aber manchmal ist das Sinnvollste nicht das Beste für uns. Manchmal ist auch das, was wirklich schwierig ist und was eine Herausforderung ist, das Beste für uns.
Um die Essstörung loszulassen, musst du anfangen zu lernen, auf deine Intuition zu hören, dich mit dir zu verbünden. Auf dich zu hören, diese innere Stimme in dir, die dir den Weg weist und dir sagt: "Du kannst mir vertrauen.


Ich finde es so spannend, dass wir unserem Kopf meist zu 100% vertrauen. Wenn unser Kopf irgendwas sagt und das logisch argumentiert, dann sind wir meistens davon überzeugt und denken "Ja, das ist die richtige Entscheidung, so machen wir das", Aber wenn unser Bauch etwas sagt oder wenn wir auf einmal ein komisches Gefühl haben, dann tun wir das meistens ab und sagen "Das ist völliger Schwachsinn".


Warum ist das, was unser Herz sagt, weniger wert als das, was unser Kopf sagt? Es ist wichtig, dass du anfängst, Bauchentscheidungen zu treffen und dass du anfängst, darauf zu hören, was dein Bauch dir sagt.

Ich hatte so oft Situationen, in denen mein Kopf mir gesagt hat: Das ist viel zu anstrengend. Das schaffen wir sowieso nicht. Das können wir nicht. Das ist total unrealistisch". Und mein Bauch hat gesagt: "Mach es."

Ich bin sehr lange geritten und habe angefangen zu reiten, als ich sechs oder sieben Jahre alt war. Reiten war immer ein riesiger Bestandteil meines Lebens.
Ich habe eine ganz spezielle Verbindung zu Pferden. Pferde bedeuten mir unglaublich viel. Ich bin jemand, der sich mit Tieren auf eine bestimmte Art und Weise connected. Aber irgendwann habe ich aufgehört zu reiten, weil ich keine Zeit mehr hatte, weil ich andere Interessen hatte, weil ich lieber in der Stadt sein wollte am Wochenende als auf dem Land.


Ich spiele, glaube ich, seit bestimmt einem halben Jahr mit dem Gedanken, wieder mit dem Reiten anzufangen, weil Reiten ein unglaublich großes Bedürfnis von mir ist. Das ist ein Herzenswunsch. Und ich weiß, wie gut mir Reiten tut, wie ich meine Energien und meine Batterien aufladen kann, wenn ich mit Pferden bin und wenn ich reiten kann.


Ich habe diese Idee seit einem halben Jahr und mein Kopf kommt immer und sagt: "Das ist ja viel zu teuer. Du bist jetzt schon so lange nicht mehr geritten. Du kannst das bestimmt gar nicht mehr. Es gibt hier in der Gegend keine passenden Reiterhöfe. Du musst hier erst einmal Sachen kaufen. Du musst irgendwo anrufen, um eine Stunde zu buchen". Der Kopf tendiert dazu ganz oft gegen diese Bauchentscheidung, gegen dieses Bauchgefühl zu argumentieren und zu sagen: "Das ist nicht richtig. Du machst ein Fehler. Das passt nicht zu dir. Du musst was anderes machen."

Manchmal ist es so, dass man da einfach über seinen Schatten springen muss, dass man sich selber diesen Gefallen tun muss und sagt: "Ich packe mich jetzt aber an die erste Stelle. Ich weiß, wie gut mir reiten tut. Ich weiß, wie viel Spaß mir das macht. Ich weiß, wie gerne ich mit Pferden zusammen bin. Also verdammt noch mal, mache ich das jetzt."

Ich habe mir jetzt tatsächlich einen neuen Reithelm bestellt, und werde demnächst reiten gehen. Und freue mich wie ein kleines Kind, weil ich mir denke, dass ich das selber für mich mache und mir dieses Bedürfnis erfülle. Auf mein Bedürfnis höre und darauf reagiere. Das ist so viel wert, weil du dich selber auf eine Art und Weise damit bestärken kannst, wenn du auf deine Bedürfnisse hörst.

Weil du dir selber wichtig bist und weil es wichtig ist, dass es dir gut geht. Vielleicht hast du eine ähnliche Situation, dass es eigentlich etwas gibt, was du gerne machen würdest. Aber dein Kopf sagt: "Es ist zu kompliziert. Ist es zu anstrengend? Es geht nicht. Ich kann es nicht. Das ist schon viel zu lange her. Ich bin bestimmt schlecht darin."
Wenn du diese Sache hast, sei es mal ein Musikinstrument, sei es eine Fremdsprache. Vielleicht ist das auch Reiten, vielleicht ist es irgendwas anderes. TU dir selber diesen Gefallen.


Wir haben so verlernt auf unser Bauchgefühl zu hören. Das Bauchgefühl, was wir als Kinder alle haben. Dass wir intuitiv wissen, dass uns bestimmte Menschen zum Beispiel unsympathisch sind oder dass wir bestimmte Sachen nicht mögen. Aber mit der Zeit fangen wir an diese Werte und Normen von außen zu übernehmen und uns anzupassen.


Und ich ganz besonders, weil ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin, sodass ich die Bedürfnisse von anderen immer über meine eigenen Bedürfnisse stelle.

Immer, wenn diese kleine, feine, leise Stimme kommt und sagt "Hier bin ich, ich bin dein Bauchgefühl. Ich bin deine Intuition, und ich sage dir, du sollst jetzt das und das machen.", schaffe ich es oft nicht  darauf zu hören, weil ich das Gefühl habe, es gibt ja andere, die eine ganz andere Meinung haben davon, und die mir zum Beispiel sagen: "In deinem Alter würde ich jetzt nicht mehr anfangen zu reiten. Das ist doch gar keine Zeit dafür."

Je weniger wir auf unser Bauchgefühl hören, desto leiser wird es. Je mehr wir auf unser Bauchgefühl hören, desto lauter wird es.

Die gute Nachricht ist, je mehr wir intuitiv entscheiden, desto selbstbewusster werden wir. Je mehr Bauchentscheidungen wir treffen, desto lauter und klarer wird diese Stimme in uns, die uns ganz klar sagt: "Mach' das! Mach' das nicht! Das ist nicht gut für dich. Lass' das." Wie faszinierend ist das, dass wir diese Stimme in uns haben und damit die Möglichkeit intuitiv zu entscheiden?


Ich war lange Zeit ein Mensch der für schwierige Entscheidungen Pro- und Kontra Listen gemacht hat, weil ich so viel im Kopf war und so wenig im Herz.
Ich habe immer versucht Entscheidungen rational zu treffen, für mich dazulegen, warum ich jetzt das und das machen sollte und warum das und das besser oder schlechter für mich ist, obwohl mein Bauch mir ganz klar sagen kann "Mach es!" oder "Lass es!". Oder mir sagen kann: "Ich möchte dieses und nicht jenes."


Worum es geht, ist, dass du in Kontakt kommst mit dir selber und dass du dir Zeit nimmst, um diese Stimme zu hören.


Und diese Stimme kannst du nur hören, wenn du Ruhe hast. Wenn du Zeit für dich hast, wenn du nicht im Außen bist, wenn du dich nicht mit Social Media oder anderen Dingen ablenkst. Diese Stimme kannst du nur hören, wenn du bei dir bist. Und wenn du, bevor du irgendeine Entscheidung triffst, dich fragst: "Was ist mein Bedürfnis? Was ist das, was ich wirklich möchte?"


Und es kann sein, dass du zunächst gar nicht weißt, was dein Bedürfnis ist. Zu erkennen, was ich eigentlich brauche, kann einfach so tricky sein, weil ich, dafür in den Dialog mit mir selber gehen muss. Am einfachsten geht das, wenn ich mir wirklich konkrete Fragen stelle. Wir alle haben sowohl körperliche als auch seelische Bedürfnisse. Und wenn ich anfange mir diese Fragen zu stellen, dann ist es oft leichter, zunächst die körperlichen Bedürfnisse zu erkennen.


Das ist übrigens auch eine gute Übung für den Heilungsweg deiner Essstörung. Dich immer wieder zu fragen "Habe ich Durst? Bin ich vielleicht müde? Habe ich Hunger? Brauche ich Ruhe jetzt, gerade in diesem Moment? Oder möchte ich mich eher auspowern?"


Und dann einen Schritt weiterzugehen und dich zu fragen:"Was sind eigentlich meine seelischen Bedürfnisse? Brauche ich jetzt sozialen Kontakt oder vielleicht brauche ich eine Umarmung? Oder vielleicht brauche ich Zuneigung. Vielleicht möchte ich mich mit jemandem unterhalten? Vielleicht brauche ich aber auch einfach nur Zeit für mich und muss mit mir sein, um meine Batterien wieder aufzuladen? Vielleicht muss ich irgendwas Kreatives machen, vielleicht habe ich Lust, zum Malen oder zu tanzen oder zu singen oder zu schreiben? Vielleicht mache ich das mit anderen oder vielleicht auch für mich alleine?


Du kannst üben, dir diese Fragen zu stellen. Du kannst sie dir in Meditation stellen. Du kannst dir vielleicht regelmäßig in bestimmten Momenten stellen.


Einen Trick, den ich aktuell nutze, um mich immer wieder an meine Bedürfnisse zu erinnern, ist ein Screensaver auf meinem Handy.
Du kannst dafür einfach eine Fotobearbeitungs-App benutzen und folgendes einfügen: "Was brauche ich gerade?" Dieses Bild nutzt du dann einfach als Sperrbildschirm und immer, wenn du auf dein Handy guckst, siehst du diese Frage und kannst versuchen, sie für dich in diesem Moment zu beantworten.

Es geht darum, dass du dir immer wieder diese Frage stellst und einfach guckst, was kommt.
Wenn wir unserem Körper und unserem Geist wirklich Zeit geben. Dann kommt die Antwort ganz von selbst. Du hast alle Antworten in dir. Du kannst dir vertrauen und du kannst darauf vertrauen, dass die Entscheidung, die dein Körper, die den Bauch für dich trifft, dass das die richtige Entscheidung für dich ist.
Du musst es nicht hinterfragen. Wir haben uns angewöhnt unser Bauchgefühl und unsere Intuition zu hinterfragen, und versuchen, uns diese Art der intuitiven Entscheidungen logisch zu erklären. Es gibt für Intuition keine logische Erklärung.


Es gibt nichts, mit dem du das argumentieren oder untermauern kannst, sondern das ist deine Intuition. Das ist deine Verbindung zu allem. Das ist eine Verbindung zu dir selber, zu deiner Seele, zu deinem Herzen. Und diese Entscheidung, die dein Herz trifft, ist die richtige Entscheidung.


Ein Bedürfnis, das viele von uns haben ist mehr Ruhe. Zur Ruhe kommen, genügend schlafen, runterzufahren, sich Pausen zu gönnen. Und es ist auch völlig logisch, dass wir einer Welt, in der alles so schnell, so laut und so bunt ist, das Bedürfnis nach Ruhe haben. Das Bedürfnis haben, uns zurückzuziehen und bei uns anzukommen. Etwas, das mir wirklich hilft, ist, den Tag in Ruhe zu starten. Ich war früher jemand, der super gestresst aufgestanden ist. Immer unter Strom, immer im Stress.


Wenn du so aufstehst, führt das dazu, dass du diesen Stress mit in deinen Tag nimmst. Wenn du aber den Tag in Ruhe beginnst, dann nimmst du diese Ruhe mit in deinen Tag. Nimm dir diese Zeit für dich morgens. Ich stehe aktuell gegen 6 Uhr auf und werde ganz entspannt wach.


Ich starte den Tag mit meiner Morgenroutine. Das heißt: Ich mache mein Bett. Dann mache ich eine halbe Stunde Yoga, dann meditiere ich und mache meine Atemübungen. Anschließend nehme ich mir noch eine Minute der Dankbarkeit. Und erst danach starte ich in meinen Tag.

 

Wenn du deinen Morgen so beginnst, verändert sich etwas. Es verändert etwas in dir.

Wenn du auf deine Bedürfnisse achtest, bedeutet das, dass du dir selber wichtig bist und dass du dich zur Priorität machst.


Du kannst dir zum Beispiel täglich oder wöchentlich feste Termine für Ruhe eintragen, um dir auch wirklich die Zeit zu nehmen. Dass du in dich und deine Bedürfnisse investierst. Auch finanziell. Das heißt, dass du dir eine Reitstunde buchst oder eine Massage um dir selbst etwas Gutes zu tun.


Wir investieren so viel Geld in Materielles. In Kopfhörer, in Schuhe, in Kameras. Aber wir vergessen in uns selbst zu investieren.
Es geht es darum, dass du den Blick nach Innen richtest, in dein Herz schaust, in deine Seele. In das schaust, was für dich wichtig ist.

 

Weil du so wertvoll bist und weil du so wundervoll bist. Und es so unfassbar wichtig ist, dass du auf dich aufpasst. Und dass du das bekommst, was du brauchst. Du bist der wichtigste Mensch für dich.


Ich freue mich, wenn wir uns bei der nächsten Podcastfolge wiederhören und sage dir bis dahin:
Du bist auf dem richtigen Weg.

Alles Liebe, deine Oona

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