#51 Erwartungen loslassen: Weshalb innere und äußere Vorstellungen dich unglücklich machen

 

 

 Ich freue mich diese Gedanken, die ich habe hier im Podcast und auf meinem Blog mit dir zu teilen, mein Wissen mit dir zu teilen und meine Geschichte mit dir zu teilen. Denn darum geht es ja in diesem Podcast, dass ich dir quasi von mir erzähle, dass ich dir von meinen Erfahrungen erzähle und dass ich hoffe, dass du durch das, was ich erlebt habe und durch das, was ich reflektiert habe und woran ich für mich gearbeitet habe, dass du dadurch für dich ein bisschen was mitnehmen kannst und der Weg nicht ganz so hart ist. Denn für mich war ziemlich hart, um ehrlich zu sein.

 

Ich hoffe, dass ich es dir einfach ein bisschen leichter machen kann und dass diese Routine, regelmäßig zum Podcast zu kommen, regelmäßig den Weekly Mindful Reminder zu erhalten, regelmäßig im Q&A Austausch zu sein, dass das alles dich einfach auf deinem persönlichen Weg unterstützt und vor allem weiterbringt. Und ich bin einfach total dankbar, dass diese Community da ist.

 

Ich lese tatsächlich jede einzelne Nachricht und jede Einzelne berührt mein Herz und macht mich unglaublich glücklich. Es ist auch wunderbar, dass es dich gibt, denn ohne dich gäbe es diesen Podcast nicht. Ohne dich gäbe es nicht dieses innere Feuer in mir, mich hier wirklich regelmäßig hinzusetzen und meine Gedanken mit dir zu teilen, mein Herz auszuschütten und dich auf deinem Weg zu begleiten. Das wollte ich einmal vorab loswerden.

 

In der heutigen Podcastfolge geht es um ein Thema, was mich persönlich eigentlich schon seit Beginn begleitet, was auch Anteile an meiner Essstörung hatte und was mich auch im Nachhinein noch weiter begleitet hat. Und ich glaube, dass jeder Mensch, egal ob Essstörung oder nicht, sehr von dieser Podcastfolge profitieren wird, denn heute es geht darum, Erwartungen loszulassen.

 

Vielleicht weißt du selber, dass du sehr, sehr viele Erwartungen hast, dass du sehr viele Pläne machst, dass du eine genaue Vorstellung davon hast, wie bestimmte Dinge funktionieren oder auszusehen haben. Falls ja, dann ist diese Podcastfolge genau richtig für dich. denn das geht mir nicht anders.

Es ist immer noch ein Prozess für mich, das zu verarbeiten und es zu verändern. Aber es geht in diesem Podcast ja auch darum, diesen Prozess zu teilen und deswegen ist diese Podcastfolge heute eine, die aus der Mitte meines Herzens kommt. So wie tatsächlich jede Podcastfolge. Aber diese Podcastfolge nimmt auch alle mit, die keine Essstörung haben.

 

Zunächst möchte ich gerne einmal mit dir darüber sprechen, warum es eigentlich so wichtig ist, Erwartungen loszulassen oder was Erwartungen in unserem Leben machen und was Erwartungen auch nicht machen. Sie lassen nämlich keine Flexibilität zu und das ist das Erste und das Wichtigste: Wenn wir Erwartungen haben, werden wir verdammt unflexibel.

 

Wenn wir Erwartungen haben, dann versuchen wir, Dinge zu kontrollieren, dann versuchen wir, Dinge in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Wenn wir Erwartungen haben, dann haben wir wenig Vertrauen. Dann haben wir wenig Vertrauen in den Prozess, wenig Vertrauen in Veränderung und wenig Vertrauen in das Ungewisse. Und deswegen ist Erwartungen loszulassen auch ein ganz, ganz wichtiger Schritt auf dem eigenen Heilungsweg.

Das Wichtigste, was man machen muss, um den Heilungsprozess anzustoßen und um die Entscheidung für Heilung zu treffen, ist, Erwartungen loszulassen, Kontrolle loszulassen und sich diesem Ungewissen, dieser Angst, diesem Dunkel, diesem Nichts, was der quasi vor einem liegt und bei dem man überhaupt nicht weiß, wie es weitergeht, hinzugeben.

 

Erwartungen loszulassen, Vorstellungen loszulassen, wie bestimmte Dinge ablaufen, denn wenn es eine Sache gibt, die man in der Essstörung macht, dann ist es Planen: Lebensmittel abwiegen, Sport Pläne dokumentieren, Gewicht festhalten.

Das alles ist Planung, weil Planung in diesem Fall Sicherheit bedeutet und weil Planung Kontrolle bedeutet.

 

Wenn man nämlich sein Gewicht dokumentiert oder wenn man sein Essen plant oder wenn man seine Woche plant, wenn man ständig mit einem Terminkalender durch die Gegend rennt, wo man alle möglichen Termine und Begegnungen und To Do's einträgt, dann ist das eine Art von Erwartung.

Dann ist das eine Art von Struktur, die vielleicht auf den ersten Blick Halt geben scheint und die auf den ersten Blick Sicherheit gibt. Aber auf den zweiten Blick schränkt dich diese Planung unglaublich ein, denn du bist nicht offen für Unbekanntes, du bist nicht offen für Veränderungen und du bist nicht offen für Möglichkeiten, die vielleicht nicht in seinen Erwartungen liegen.

 

Das ist es doch genau, was wir uns wünschen, wenn wir uns auf den Heilungsweg begeben, das sehr flexibel werden, dass wir spontan werden, dass wir offen sind, dass wir uns anpassen können und dass wir ohne Erwartung zu haben, zu einem Essen gehen.

Dass wir ohne Erwartung zu haben, uns verabreden können, dass wir ohne Erwartung zu haben, eine Mahlzeit essen können und nicht wissen, wie viele Kalorien sie hat und vielleicht sogar nicht wissen, wie sie zubereitet wird.

 

Erwartungen loszulassen macht Angst, denn wenn wir Erwartungen loslassen, dann lassen wir Kontrolle los, dann lassen wir Planung los und es fühlt sich manchmal so an, als würden wir das Ruder aus der Hand geben. Als würden wir das Steuer loslassen oder das Lenkrad im Auto. Und irgendjemand verbindet uns die Augen und wir wissen überhaupt nicht, wohin wir fahren.

 

Aber genau wie alles andere auf dem Heilungsweg und vielleicht auch im Leben an sich, ist es angsteinflößend, neue Dinge zu tun. Dinge, die man vorher nicht getan hat. Gerade in der Essstörung, gerade auf dem Heilungsweg ist diese Erwartung, etwas, das uns blockiert und damit meine ich nicht nur die Erwartung an das Essen oder an die Woche oder an das Sportpensum, sondern ich meine auch die eigene Erwartung.

 

Es gibt sowohl innere als auch äußere Erwartungen und bei beiden ist es genau gleich wichtig, dass wir versuchen, sie loszulassen und dass wir versuchen, uns Stück für Stück davon zu lösen. Ich habe eben gerade schon kurz über die äußeren Erwartungen gesprochen, zum Beispiel wenn es um die Tagesplanung geht.

 

Das alles sind äußere Erwartungen, klare Strukturen, die uns einschränken und uns den Raum für Möglichkeiten und Flexibilität nehmen.

Ein anderer, ganz, ganz wichtiger Punkt sind die inneren Erwartungen, denn das sind die Erwartungen, die wir an uns selber haben. Und wenn du dir jetzt mal einen kleinen Moment Zeit nimmst und versuchst in dich hinein zu spüren, dann kannst du vielleicht feststellen, dass du ganz viele Erwartungen an dich hast. Dass du Erwartungen an dich hast, wie du sein solltest, wie du dich benehmen solltest, was du können solltest.

 

Diese ganzen Vorstellungen von einem selbst, diese Selbstoptimierung, dieses perfekte Bild, was du vielleicht von dir selber hast - das alles sind deine inneren Erwartungen. Das ist ein innerer Maßstab und zumindest bei mir ist dieser eine Maßstab ziemlich hoch.

Wenn du anfängst, Erwartungen loszulassen, dann erlaubst du dir, flexibel zu werden und dann erlaubst du dir auch, Fehler zu machen, dann erlaubst du dir, unperfekt zu sein und das ist das, was die Essstörung auf gar keinen Fall will.

 

Denn die Essstörung will, dass wir perfekt sind und wenn du das Gefühl hast, dass du nicht perfekt bist, dann ist das deine Erwartung. Dann ist das deine Essstörung, oder dein innerer Kritiker, wenn du keine Essstörung hast.

 

Aber wir alle haben eine innere Haltung gegenüber uns selbst, die sehr, sehr fordernd und sehr streng und gnadenlos ist. Die Art und Weise, wie du Dinge bewertest, die Art und Weise, wie du deine eigene Leistung bewertest, die Art und Weise, wie du dich im Umgang mit Menschen bewertest, all das, all diese kleinen Kommentare, all diese negativen Glaubenssätze, die du hast. Ich muss perfekt sein, ich muss leisten, ich muss was auch immer tun. All das sind deine Erwartungen.

 

Und wenn du es schaffst, deine Erwartungen loszulassen, sowohl die äußeren als auch die inneren, dann ist Raum für Zufriedenheit mit dir, mit deinem Leben. Mit deinem Weg, mit dem, was um dich herum passiert, dann ist Raum für Glück und dann ist Raum für ein Gefühl, was vollkommene Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Ein Gefühl, was du selber hast und was dir sagt: "Ich bin okay so wie ich bin. Mein Leben ist gut so wie es ist. "

Dieses Gefühl ist so unglaublich schön und ist der Grund, warum ich diese Podcastfolge heute aufnehme? Weil ich ganz lange geglaubt habe, dass sich meine Erwartungen nicht loslassen kann.

 

Es ist immer auch heute noch ein Struggle für mich, weil ich mich regelmäßig daran erinnern muss, dass sich diese Erwartung habe.

An mich selbst, an andere, an mein Leben, an meinen Weg, an meine Leistung, an alles um mich herum. Aber wenn ich es schaffe, bewusst zu werden. Mich wahrzunehmen, wahrzunehmen, wie ich andere bewerte, wahrzunehmen, wie ich mich bewerte oder wie ich bestimmte Entscheidungen bewerte, erst dann habe ich die Möglichkeit, das zu verändern und dann habe ich die Möglichkeit, mich bewusst dafür zu entscheiden und diese Erwartung, die gerade in meinem Kopf aufpoppt oder sich aufbläht loszulassen. Mir selbst zu sagen: "Ich lasse diese Erwartung los. Ich lasse diese Erwartung an mich selbst los. Ich lasse diese Erwartung an meinen Partner los. Ich lasse diese Erwartung an meine berufliche Zukunft los. Ich lasse diese Erwartung an meine Beziehung los. Ich lasse diese Erwartung an meine Heilungsweg los."

 

Darüber würde ich gerne nochmal kurz mit dir sprechen, denn diese Erwartung an den persönlichen Heilungsweg, dieser lineare, aalglatte Heilungsweg, auf dem es keine Rückschläge gibt, auf dem alles 1a funktioniert (man trifft die Entscheidung für Heilung und dann sucht man sich vielleicht eine Therapeuten und dann macht man da ein paar Stunden, lernt wieder richtig zu essen, akzeptiert seinen Körper, findet eine Alternative zum Bewegungsdrang und zack ist man geheilt und alles ist wunderschön), diese Erwartung ist es, was ist für dich so schwierig macht.

 

Diese Erwartung ist der Grund, warum du strugglest, weil du ein Bild in deinem Kopf hast und versuchst, dieses Bild zu erfüllen und vielleicht sogar in der Diskrepanz mit dir selber bist, weil du merkst "Mist, es geht gar nicht so einfach, wie ich das will und es geht auch vielleicht gar nicht so einfach, wie ich das nach außen darstelle. Und ich bin gerade am strugglen. Es geht mir schlecht und ich habe keine Ahnung, wie ich da rauskomme. Ich habe keine Ahnung, wie ich anderen Leuten sage, dass ich diese Erwartung nicht erfüllen kann."

 

Denn das ist ja auch was, das viele Familienmitglieder, viele Menschen in unserem Umfeld die Erwartung haben, dass das alles super funktioniert. Ja, sie hat jetzt zugenommen. Jetzt ist ja alles wieder gut. Essstörung ist vorbei. Dadurch entfernst du dich von dir selber, dadurch entfernst du dich von deinem eigenen Fortschritt und kannst du dich nicht auf dich selber konzentrieren, weil du damit beschäftigt bist, Erwartungen zu erfüllen und damit einen Mechanismus der Essstörung bedienst, nämlich den Mechanismus, perfekt zu sein.

 

Du musst nicht perfekt sein. Und du musst nichts leisten. Es geht bei der Heilung der Essstörung nicht darum, irgendwas zu leisten. Es geht darum, dass du in deinem eigenen Tempo gehst. Und es ist völlig okay, wenn du rückfällig wirst. Es ist völlig okay, wenn du kurz Pause machen musst. Aber versuch nicht, äußere Erwartungen zu erfüllen. Wenn du an dem Punkt bist, dass sich alte Verhaltensmuster wieder eingeschlichen haben, dass du merkst, dass du ein Problem hast mit dem Essen, dass du vielleicht wieder mehr Sport machst oder versuchst weniger zu essen, hol' dir Hilfe.

 

Du musst diese Erwartungen nicht erfüllen. Es ist nicht deine Erwartung. Und genauso wie du sagen kannst: "Ich lasse diese Erwartung los", kannst du dir sagen: "Ich muss diese Erwartung nicht erfüllen. Ich bin nicht diese Erwartung", egal ob es eine ist, die du an dich selber hast oder ob es eine ist, die andere an dich haben.

 

Es ist nämlich so, dass ganz viele Leute auch sehr viel auf andere Menschen projizieren, besonders Menschen, die im direkten Umfeld sind. Das heißt, vielleicht wollten deine Eltern unbedingt, dass du Medizin studierst. Vielleicht wollten deine Eltern unbedingt, dass du dieses oder jenes machst. Und du lebst mit dieser Erwartung, weil du das Gefühl hast, du musst sie erfüllen. Du musst diese Erwartung nicht erfüllen. Es ist nicht dein Wunsch. Es ist der Wunsch von jemand anderem. Und wenn wir feststellen, dass wir Wünschen hinterherlaufen, die nicht unsere eigenen sind, wenn wir feststellen, dass wir Wege einschlagen, die eigentlich für andere Menschen gemacht sind, dann kann das ziemlich ernüchternd sein.

 

Übrigens möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz festhalten, dass ich mit Erwartungen nicht Ziele meine. Es ist gut, Ziele zu haben. Es ist gut, Visionen zu haben. Es ist gut, Träume zu haben, Wünsche zu haben. Das alles ist wichtig, weil es sich in eine Richtung bringt, aber sobald Erwartungen auftauchen, wie bestimmte Dinge ablaufen sollen, wie bestimmte Visionen sich erfüllen dürfen oder wie bestimmte Ziele erreicht werden müssen. Dann wird es problematisch. Denn dann nimmst du dir den Raum, nimmst du dir die Flexibilität und Freiheit, die das Leben für dich bereithält.

 

Aber die Erwartung, dass erst Schritt A und dann Schritt B kommen muss, blockiert dich, so dass du überhaupt gar nicht offen bist, um andere Wege zu sehen, um andere Möglichkeiten zu sehen. Vielleicht hast du die Erwartung, dass du deine Essstörung nur mit einer Psychotherapie heilen kannst und du damit alle anderen Möglichkeiten von vornherein ausschließt.

 

Vielleicht gibt es eine andere Therapie, die für dich viel besser funktioniert. Dabei muss ich immer an meinen alten Mathelehrer denken. Wie du vielleicht weißt, habe ich Mathematik abgrundtief gehasst. Aber eine Sache, die mir bei Mathematik immer Spaß gemacht hat, ist, dass es sehr viele Möglichkeiten gab, ans Ziel zu kommen. Es gab nicht den einen Weg, bestimmte Dinge zu rechnen, sondern es gab viele verschiedene Möglichkeiten. Und trotzdem ist man immer zum gleichen Ergebnis gekommen. Und genau darum geht es. Klar kannst du einen bestimmten Rechenweg verwenden und dich auf diesen Rechenweg versteifen, aber wenn du vielleicht einen anderen Weg wählst, dann hast du so viele unterschiedliche Möglichkeiten, neue Dinge auf diesem Weg zu entdecken und du kommst trotzdem am gleichen Ziel an.. Öffne dich!

 

Öffne dich für Neues. Öffne dich für Unbekanntes. Auch wenn es Angst macht und es macht verdammt viel Angst. Ich weiß es selber. Es ist Übung und zwar jeden Tag. Sich für den Tag zu öffnen, der vor einem liegt, zu sagen Ich habe heute keine Erwartung. Ich möchte zwar bestimmte Dinge machen, aber es kann auch sein, dass es anders kommt. Und wenn ich nicht alles schaffe, dann ist es auch okay. Und wenn ich den Time schedule, den ich mir selber gesetzt habe, nicht einhalten kann, dann ist das fein.

 

Wer weiß, was ich stattdessen erlebe? Wer weiß, wen ich stattdessen kennenlerne, welches Gespräch ich führe, was ich entdecke. Denn wenn wir an Erwartungen festhalten, dann sind wir auf unser Autobahn, fahren auf der linken Spur mit Vollgas - möglichst schnell zum Ziel. Aber darum geht es nicht immer. Darum geht es fast nie. Der Weg ist das Ziel. Und wenn du die Landstraße nehmen kannst und vielleicht sogar kurz anhält, um Äpfel zu pflücken oder den Sonnenuntergang anzugucken, dann ist es doch viel, viel besser. Ist doch egal, wann du ankommst.

 

Das gilt auch für den Heilungsweg. Es geht nicht darum, möglichst schnell anzukommen. Es geht um den Weg. Es geht darum, was du auf diesem Weg erlebst, wie du auf diesem Weg wachsen kannst. Was du über dich selber lernst, das ist Heilung. Genauso wie mit dem Leben an sich - Es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst alt zu werden und irgendwo anzukommen. Sondern es geht darum zu leben. Es geht darum, jeden einzelnen Tag zu entdecken. Und offen zu bleiben. Und sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass wir nur diesen Tag haben. Du hast nun diesen Tag heute und deswegen ist es umso wichtiger, Erwartung loszulassen.

 

Das Leben ist keine To-Do-Liste. Das Leben ist auch kein Perfektionswettbewerb. Du hast nur dieses eine Leben. Und je mehr du dir erlaubst, Erwartungen loszulassen und Sicherheit, Planbarkeit und Kontrolle abzugeben, desto mehr öffnest du dich für die Schönheit, die das Leben für dich bereithält. Für Flexibilität, für Zufriedenheit, für Lachen, für einzigartige Momente.

 

Das Leben ist nicht planbar, aber wir können uns dem Fluss des Lebens hingeben. Und die Herausforderung, die uns das Leben stellt, dankbar annehmen. Mit offenen Armen und mit einem offenen Herzen und genauso geht es darum, dass wir uns annehmen. Mit all unseren Fehlern. Mit all unseren unperfekten Ecken und Kanten, mit all dem, was wir nicht können ,denn je mehr wir Perfektionismus, eigene Ansprüche und auch negative Glaubenssätze loslassen können, desto mehr finden wir zu uns selbst und das ist das, was Selbstliebe bedeutet. Das ist das, was Selbstakzeptanz bedeutet. Das hat nichts mit dem Körper zu tun.

 

Glaub' mir, der Körper kommt von ganz allein. Wenn du anfängst, dich im Inneren zu akzeptieren, wenn du anfängst, dich im Inneren wertzuschätzen für das, was du bist, ohne irgendein Ideal erfüllen zu müssen, dann wirst du auch anfangen, deinen Körper zu akzeptieren als Teil von dir. Und ich hoffe, dass du für dich ganz viel aus dieser Podcastfolge mitnehmen kannst.

 

Fühle dich umarmt und gedrückt und nimm' dieses Mantra mit in den Tag, in die Woche, in den Monat, in dein Leben. Ich öffne mich für neue Möglichkeiten. Und ich lasse alle Erwartungen los. Du bist auf dem richtigen Weg.

Alles Liebe. Deine Oona.

 

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