#04 Selbstliebe und Instagram – Wie du es schaffst deine Körperzufriedenheit nicht mehr beeinflussen zu lassen

In diesem Blogbeitrag geht es um ein Thema, das mich sehr lange in Bezug auf meinen Körper und mein eigenes Selbstwertgefühl unter Druck gesetzt hat.

Social Media. Ich möchte dir erzählen, wie und warum Instagram die Beziehung zu meinem Körper negativ verändert hat. Wie diese ganzen Bilder auf Instagram mich beeinflusst haben, weil ich ständig das Gefühl hatte, dass ich nicht schön genug oder nicht schlank genug bin.

Und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin – deswegen möchte ich dir heute meine drei Strategien verraten, mit denen ich es mittlerweile ganz gut schaffe mein Selbstwertgefühl und meine Körperzufriedenheit nicht durch Social Media oder Schönheitsideale im Außen beeinflussen zu lassen.

Instagram begleitet mich jetzt seit über sechs Jahren. Und in dieser Zeit war ich immer wieder im Zwiespalt. Mal habe ich Instagram geliebt, weil mir die Plattform ermöglicht diese ganzen Gedanken auf meinem Account mit euch zu teilen und dafür bin ich einfach sehr dankbar.

Auf der anderen Seite hat Instagram aber auch einen großen Teil zu meiner damaligen Unzufriedenheit mit meinem Körper beigetragen und meine Essstörung einfach aus einer ganz anderen Richtung befeuert.

Zu diesem Zeitpunkt damals dachte ich eigentlich, dass ich meine Essstörung für mich geheilt habe. Ich war nicht mehr untergewichtig, ich habe relativ regelmäßig gegessen und ziemlich viel Sport gemacht. Fast 5 mal pro Woche. Dass ich natürlich rückblickend, meine Essstörung mit diesem Verhalten nur verschoben habe, war mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar.

Relativ schnell habe ich das Fitnessstudio für mich entdeckt. Meine logische Konsequenz damals war: Ich will trainieren. Mein Körper braucht Energie. Dann verbrennt er Energie.

 

Auf Instagram habe ich angefangen meinen Weg zu teilen. Bilder von mir Fitnessstudio oder Bilder von meinem Essen, was ich gekocht habe.
Allerdings habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass es bestimmte Fotomotive gibt, die mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die mehr Likes bekommen. Mehr Kommentare.

Also habe ich angefangen, mir bei anderen Accounts abzugucken wie das Essen angerichtet werden muss, damit es am meisten geliked wird. Oder welche Posen man machen muss, damit der Bauch besonders flach aussieht. Irgendwie bin ich da einfach so reingerutscht. Ich habe gar nicht gemerkt, wie sich mein ganzer Alltag nach Instagram ausgerichtet hat. Für mich war es irgendwann ganz normal im Restaurant das Essen zu bestellen, was am besten aussah, und nicht das was mir vielleicht am besten geschmeckt hätte. Ich war immer auf der Suche nach dem nächsten instagramtauglichen Motiv.

Und ich habe tagtäglich diese vermeintlich perfekten Bilder gesehen, diese vermeintlich perfekten Körper, vermeintlich perfekt eingefangene Momentaufnahmen, Bilder von Veranstaltungen, von Stränden. Das hat mich einfach so unglaublich selbst unter Druck gesetzt. Mich heruntergezogen. Weil ich eine sehr hohe Erwartungshaltung an mich selbst hatte. An mein Leben. Wie ich sein muss. Wie ich aussehen muss.

Ich habe mir lange Zeit dadurch innerlich Druck gemacht. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich das auch haben muss, dass mein Leben so wie es ist nicht gut genug ist. Und ich habe angefangen diesen Instagram-Lifestyle zu leben, obwohl ich das eigentlich gar nicht war.

Und wenn ich jetzt durch meinen Feed scrolle und diese Bilder sehe, erinnere ich mich noch ganz genau, was davor und was danach passiert ist. Wie ich mich gefühlt habe. Dass ich Smoothiebowls weggeschmissen habe, Pfannkuchen an meinen Freund weitergereicht habe, weil ich unbedingt ein Sixpack haben wollte, aber gleichzeitig wusste, dass Pancakebilder unglaubliche viele Likes kriegen.

Fake a smile. Fake a life, weil Instagram nicht die Realität ist. Und auch wenn wir das eigentlich wissen, ist es so wichtig sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: Das ist nicht echt.

Ich hätte für die App am liebsten einen Warnhinweis wie auf Zigarettenschachteln. Den man immer sieht, wenn man die App öffnet. „Bildausschnitte in dieser App entsprechen nicht immer der Realität. Sie sind ein bewusst gewählter Ausschnitt.“ Weil Instagram nur das zeigt, was jeder einzelne von uns teilen möchte.

Im Endeffekt möchten wir eigentlich alle nur gemocht werden. Der Mensch als Spezies möchte Kontakt, möchte Anschluss. Und wenn das bedeutet, dass er dafür einem bestimmten Ideal entsprechen muss, ist das aus evolutionärer Sicht, das kleinere Übel.

Es tut mir mega leid, wenn ich mit meinen Bildern damals dafür gesorgt habe, dass du dich schlecht gefühlt hast. Dass du dich zu dick gefühlt hast, dich nicht schön genug fandest. Es tut mir unendlich leid. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt selber so gefangen, dass ich das gar nicht gemerkt habe.
Ich habe nie darüber gesprochen, weil das etwas ist, wofür ich mich schäme. Es ist mir unangenehm das zuzugeben, weil ich vielleicht dazu beigetragen habe, dass du dich damals schlecht gefühlt hast.

Aber ich teile das hier mit dir, weil ich dir einfach zeigen möchte, welchen Einfluss Social Media haben kann, ohne dass du es überhaupt bewusst wahrnimmst. Du nimmst diese Gedanken und Bilder mit in deinen Alltag, in deine Träume. Und deswegen ist mir dieses Thema so unglaublich wichtig, weil wir die meiste Zeit unseres Lebens in unserem Kopf verbringen.

Und du kannst dazu auch noch einmal den zweiten Blogpost „Negative Glaubenssätze″ lesen, in dem ich dir erzähle, wie du diese negativen Gedanken über dich selbst auflösen kannst. Wie du sie zu positiven Gedanken über dich selbst umwandeln kannst.

Weil wir alle diese negativen Gedanken haben. Du weißt nie, wie es dem Menschen hinter dem Instagram Bild geht. Welche Sorgen, welche Unsicherheiten, Verletzungen und Ängste jeder einzelne von uns hat.

Instagram hat besonders diese Gedanken gefüttert, die mir gesagt haben, dass ich zu dick bin.
Ich bin teilweise stundenlang an meinem Handy gewesen und habe mich von einem Account zum nächsten geklickt. Ich habe nur super schlanke Frauen gesehen und erfolgreiche Fitness Influencer. Wenn ich mich dann vom Handy losreißen konnte und in den Spiegel geguckt habe, habe ich mich einfach nur noch dick und hässlich gefühlt.

Und vielleicht kennst du das auch, wenn du auf Instagram bist, dass du solche Körper siehst und du dich irgendwo unbewusst fragst: "Warum kann ich nicht aussehen wie sie?" The naked truth: Das kannst du nicht. Das kann ich auch nicht. Und selbst die Frau auf dem Bild kann das nicht, denn, ein Großteil der Bilder auf Social Media ist fake. Nicht alle, aber ein Großteil. Posen, Filter, Bildbearbeitung. Facetune, Photoshop, Lighthouse. Es gibt mittlerweile so viele Apps, mit denen man sich verändern kann.

Und genau das ist einfach so gefährlich. Weil wir dadurch unbewusst ein Ideal in unserem Kopf entsteht. Ein Bild von einem perfekten Körper, das aber überhaupt nicht erreicht werden kann. Weil es nicht der Wahrheit entspricht.

Bei mir war dieses Ideal ein Sixpack zu haben. Ich bin irgendwie in diese Fitnessszene reingerutscht und dachte: Wenn ich ein Sixpack habe, bin ich endlich glücklich. Dann werde ich gemocht, dann mag ich mich selber.

Dass Selbstliebe und Akzeptanz nichts, aber auch gar nichts mit dem Körper zu tun hat, war mir damals nicht klar.

Ich war der Meinung, dass ich mich nur selber lieben kann, wenn ich diesem Idealbild entspreche. Ich habe unglaublich viel trainiert, Fitnessshakes getrunken, Aminosäuren supplimentiert und mir dubiose Abnehmtees und Koffeintabletten gekauft. Weil ich so aussehen wollte wie die Fitnessmodels auf Instagram.

Ständig habe ich geguckt, ob man meine Bauchmuskeln noch sieht. Selfies habe ich meistens morgens gemacht, weil mein Bauch da noch so schön flach war. Und verdammt ich habe es einfach nicht gecheckt. Ich habe nicht gecheckt, dass meine Essstörung einfach nur mal kurz nach links abgebogen ist. Sich verwandelt hat. Ihre Gestalt geändert hat in eine Sucht meinen Körper zu optimieren. In eine Sucht genug Eiweiß zu essen und irgendwelche bescheuerten Almased-Drinks zu trinken.

Und trotzdem bin ich nie an dieses Ideal rangekommen. Mein Po war auf einmal zu flach und ich hatte keine Brüste mehr. Weil sich Fett natürlich im ganzen Körper abbaut. Aber komischerweise gibt es unglaublich viele Fitness Influencer die trotzdem noch Brüste haben. Weil es mittlerweile völlig normal ist, dass sich 23 bis 25-jährige Frauen die Brüste machen lassen.

Ich habe mich damals von Instagram so unter Druck gesetzt gefühlt, mich nicht schön genug gefühlt, dass ich tatsächlich einen Termin für ein Beratungsgespräch in einer Klinik gemacht habe. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich mir die Brüste vergrößern muss. Dass sie nicht gut sind, so wie sie sind.

Das Argument, was bei einer Brust-Op immer kommt, ist: Ich mache das für mich. Ich habe mich nicht wohlgefühlt". Die Frage, die sich aber eigentlich stellt, ist: "Warum fühlst du dich nicht wohl? Willst du das wirklich machen, weil dein Körper eine Fehlbildung hat, oder weil du in einer Gesellschaft lebst in der ein schlanker Körper und große Brüste als Schönheitsideal gelten?" Stell dir mal vor, dass kleine Brüste DAS Schönheitsideal wären. Ich glaube nicht, dass so viele Frauen etwas an sich verändern würden, weil sie das Gefühl haben, dass ihnen etwas fehlt.

Mittlerweile bin ich so froh, dass ich das damals nicht durchgezogen habe. Dass irgendwas in mir mich zurückgehalten hat. Mich davon abgehalten hat meinen Körper zu verändern.

Aber dieses Beispiel zeigt einfach, wie tief dieses Ideal in unseren Köpfen eingepflanzt ist. Wahrscheinlich bist du nicht so weit gegangen wie ich, aber vielleicht hast du auch schon einmal darüber nachgedacht etwas an dir zu verändern, weil du das Gefühl hast, dass du nicht schön genug bist.

Du musst nichts an dir verändern. Du musst dir nicht deine Nase verkleinern, deine Lippen aufspritzen, oder deine Augenbrauen liften lassen – weil du einzigartig bist. Weil du genau richtig bist, so wie du bist.

Neulich habe ich auf Instagram über die russische Bloggerin gesprochen, die sich bis zur Unkenntlichkeit photoshopped. Die so dünn ist, dass einfach jedes Bild: Essstörung schreit. Und sie wird dafür gefeiert. Für ihren Körper. Ihre gemachten Brüste. Für all das.

Mir kommt es so vor, als würde es vielen von uns gar nicht mehr auffallen, wenn jemand für seine Statur deutlich untergewichtig ist. Das ist glaube ich eine der Sachen, die mich am meisten erschreckt. Durch meine Essstörung habe ich mittlerweile einen ziemlich guten Blick ob jemand anderes auch mit einem essgestörten Verhalten kämpft.

Und ich glaube, dass es ganz viele Mädchen gibt, die genau mit diesem Problem konfrontiert sind, das ich damals hatte.
Sich auf Instagram zu verstellen, um gemocht zu werden, um Anerkennung zu bekommen.

Ich habe mich ja damals auch nicht so verletzlich gezeigt und gesagt: Ja, Ich habe immer noch eine Essstörung und ich kriege das nicht auf die Reihe. Ich brauche Hilfe." Weil ich Aufmerksamkeit bekommen habe. Und ich beobachte das immer wieder auf anderen Accounts dass die Gewichtsabnahme auf zu viel Stress oder eine Ernährungsumstellung. Ich kann das gut verstehen, dass man nicht öffentlich zugeben möchte, dass man eine Essstörung hat.

Das Problem, was allerdings entsteht, ist, dass andere Menschen, teilweise zwischen 12 und 16 Jahren, diese Bilder sehen. Dass wir diese Bilder sehen und unser Blick oftmals nicht mehr geschärft, wenn es um Untergewicht geht, wir haben uns daran gewöhnt, dass das Schönheitsideal von heute zu dünn ist. Durch Zeitschriften, Models, Serien und natürlich Social Media. Es ist für den Großteil der Menschen von uns normal. Weil es in unserem Kopf eingepflanzt ist. So tief, dass wir es gar nicht merken.

Wie kann sich jemand aus seiner Essstörung befreien, wenn er oder sie die ganze Zeit von außen Bestätigung für diesen Körper bekommt?

Es gibt da so ein paar Profile die ich mir angucke und bei denen eindeutig klar ist, dass die Mädchen und Frauen kein gesundes Essverhalten haben und deutlich untergewichtig sind. Und die werden für ihren Körper gefeiert. Das befeuert die Essstörung.

Und auf der anderen Seite: Wie kannst du dich aus deiner Essstörung befreien, wenn du die ganze Zeit Bilder siehst, die dir ein schlechtes Gefühl geben? Bei denen du dich einsam fühlst, nicht schön genug fühlst.

Damals habe ich mir gewünscht, dass Instagram einfach abgeschaltet werden würde – ein Bug, ein Crash im System. Einfach alles weg. Dass der Druck jemand zu sein, der ich nicht bin, einfach von mir abfällt. Dass ich wieder loslassen kann, wieder ich sein, ohne Handy, ohne dieses Gefühl nicht gut genug zu sein, ohne all das.

Und dann habe ich gemerkt, dass das keine langfristige Lösung ist. Wenn Instagram bei dir wirklich so unglaublich viele negative Gefühle hervorruft, dann befreie dich davon. Vielleicht nicht für immer. Aber für eine gewisse Zeit. Das habe ich auch gemacht. Ich habe selber mit mir einen Deal gemacht: 2 Wochen Instagram-Pause. Weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

Aber das funktioniert nur kurzfristig, weil du immer wieder mit Dingen konfrontiert sein wirst, die dir das Gefühl geben, dass du in einer bestimmten Art und Weise sein musst, die dir immer wieder das Gefühl gibt, dass du im Mangel bist. Weil du etwas Bestimmtes nicht hast oder nicht schön genug bist. Und ich habe gemerkt, dass es nicht hilft, sich einfach nur abzuschotten, sondern man einen guten Weg finden muss, damit umzugehen.

Deswegen habe ich für mich überlegt, wie Instagram so nutzen kann, dass diese Plattform einfach nicht diese Wirkung auf mich hat. Dass ich nicht jedes Mal wenn ich auf Instagram scrolle, das Gefühl habe, dass mein Leben langweilig ist. Oder dass ich etwas an mir verändern muss.

  • Der erste Schritt ist, dass ich aufgehört habe mein Handy nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen zu benutzen. Ich liege nicht mehr im Bett und scrolle durch Instagram.

Und ich weiß es klingt so mega banal, aber verdammt nochmal, lass die erste Stunde am Morgen und die letzte Stunde am Abend das Handy aus. Und ich garantiere dir, dass sich einfach wirklich was verändern wird. Früher habe ich mich von Minute 1 nach dem Aufwachen mit dem Inhalt meines Handys beballert. Instagram, WhatsApp Nachrichten, E-Mails. Ich war eigentlich noch gar nicht richtig wach, hatte gar keine Zeit im Tag richtig anzukommen.

Und es war oft so, dass ich mich damals gefühlt habe, als hätte ich am Abend davor zu viel gegessen, habe mich irgendwie schwammig gefühlt, einfach nicht gut in meinem Körper. Meistens war es auch noch Montag und ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag mit vielen Aufgaben vor mir, die mir eher weniger Spaß machen – dann habe ich nach dem Aufwachen direkt in mein Handy und irgendwelche Influencer XY auf Bali oder den Malediven gesehen. Perfekt gebräunt, in einem supertollen Bikini ultraschlank, mit Avocado Brot oder irgendeinem fancy Drink


Klar, war ich da gefrustet. Klar habe ich mich automatisch noch schlechter gefühlt, fand mich zu dick, fand meinen Job doof und hätte am liebsten direkt losgeheult, dabei war ich noch nicht einmal 5 min. wach.

Dazu kommt einfach noch: Da wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst, dahin fließt deine Energie. Jeder Tag ist wie ein kleines Leben, du hast jeden Tag die Möglichkeit den Tag mit einer positiven Grundstimmung zu starten. Du hast jeden Tag die Chance neu anzufangen. Und wenn du direkt nach dem Aufwachen aufs Handy schaust, dann bist du nicht mehr bei dir. Sondern im Außen, irgendwo da bei den anderen, aber nicht bei dir.

  • Der zweite und wichtigste Punkt – Räum auf. So wie du deinen Kleiderschrank ausmistest, weil es Hosen oder Oberteile gibt, die du nicht magst. Die da irgendwie herumhängen, aber nie von dir angezogen werden. Schmeiß sie raus.


Ich habe mir wirklich einen Nachmittag Zeit genommen und aussortiert. Bin durch alle meine Accounts gegangen und habe mich gefragt: Tut mir das gut? Wie fühle ich mich wenn ich diese Bilder sehe? Fühle ich mich motiviert und wertvoll? Oder bekomme ich das Gefühl zu dick zu sein, nicht schön genug zu sein? Wie bringt mich dieser Account mit dem, was ich in meinem Leben möchte weiter? Welchen Mehrwert bietet mir das, was ich sehe? Warum folge ich dieser Person?

Und es kann sein, dass du auch bei Freunden oder Bekannten merkst, dass dir der Inhalt nicht guttut. Aber genau an diesem Punkt ist es einfach so wichtig, dass du dich an die erste Stelle setzt. Dass du nicht aus Höflichkeit weiter folgst nur weil es vielleicht zu einer Konfrontation kommen könnte. Und es kann auch sein, dass ich dabei aussortiert werde.

Hier nochmal der Appell: Wenn dir das, was ich auf meinem teile, nicht guttut, dann bitte ich dich aus tiefstem Herzen – Do it. Schmeiß mich raus. Ich möchte wirklich, dass meine Inhalte und Gedanken dir helfen. Dass sie dir ein gutes Gefühl geben. Das ist wirklich mein größter Wunsch.

Und wenn du dann deinen digitalen Kleiderschrank bis auf deine Lieblingsteile ausgemistet hast, dann kannst du dich auf die Suche nach neuen Dingen machen, die dich dabei unterstützen vollkommen du zu sein. Kennst du das, wenn du ein neues Kleidungsstück kaufst und dich einfach fucking fabulous fühlst? Genauso habe ich es mit Instagram gemacht.

Ich habe mich erstmal gefragt: Was gibt mir ein gutes Gefühl? Welche Themen interessieren mich? Was möchte ich täglich sehen?
Und dann habe ich mich auf die Suche gemacht und so viele tolle neue Accounts gefunden, die inspirierende Zitate teilen (positive Affirmationen), die den Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung legen die Beiträge zum Thema Bodypositivity teilen. Und oftmals kommt man ja auch von einem Account zum nächsten.

  • Der dritte Schritt ist: Be the change you want to see in the world. Das war glaube ich der größte Schritt. Wirklich authentisch sein. Alle Masken abzunehmen. Zu vergessen, was andere denken könnten. Nicht mehr zu versuchen irgendwelchen Standards zu entsprechen.

Mich verletzlich zeigen. Auch zu zeigen, wenn es mir nicht gut geht. Nicht so zu tun, als wenn alles immer wunderbar ist und ich keine Probleme habe. Weil wenn wir alle damit anfangen, dann kann Instagram wieder ein bisschen echter werden. Weniger Fake, weniger Scheinwelt.

Und ich würde mich sehr freuen wenn du entweder in den nächsten Tagen oder in den nächsten Wochen ein wirklich echtes Bild auf Instagram postest, etwas mit dem du anderen Menschen einen Mehrwert bieten kannst. Sei es einen besonderen Moment den teilen möchtest oder etwas Nettes was du anderen Menschen sagen möchtest und dann kannst du ganz einfach den #oonamaste verwenden, damit ich deine Post dann sehen kann und wir alle dazu beitragen können, dass Instagram wirklich zu einer positiven Plattform wird. Zu einer Plattform die uns dabei hilft und selber zu entwickeln. Die irgendwie gute Vibes verbreitet. Und wo vor allem kein Platz ist für Scham vor Verletzlichkeit und Echtheit.

  • Und an dieser Stelle auch nochmal der Aufruf: Wenn du jemanden kennst, der aktuell mit einer Essstörung oder einem schlechten Körperbild kämpft. Ob das einfach nur rein Bekannter ist, eine Freundin, deine Schwester, Tochter etc. dann erzähl ihm oder ihr von meinem Podcast.
  • Erzähl ihm oder ihr von Oonamaste. Damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen können, um das Thema Essstörungen bewusster zu machen. Das Tabu aufzulösen und zu zeigen, dass Heilung möglich ist.


Bis dahin sage ich dir: Du bist auf dem richtigen Weg.

Alles Liebe, deine Oona

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